Lichttherapie
Photodynamische Therapie, PDT
Unter Lichttherapie werden verschiedene Verfahren zusammengefasst, bei denen Licht gezielt zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt wird.
Ein zentrales Verfahren ist die photodynamische Therapie (PDT). Sie eignet sich besonders zur Behandlung von aktinischen Keratosen und hellem Hautkrebs im Frühstadium. Dabei wird ein lichtempfindlich machender Wirkstoff auf die Haut aufgetragen und anschließend mit einer speziellen Lichtquelle aktiviert – so werden gezielt geschädigte Zellen zerstört, während gesunde Haut weitgehend geschont wird.
Um die Wirkung zu verbessern, kann die PDT mit einem fraktionierten CO₂-Laser kombiniert werden. Der Laser bereitet die Haut vor, sodass der Wirkstoff gleichmäßiger und tiefer eindringt – das kann die Behandlung wirksamer und zugleich sicherer machen.
Die Lichttherapie eignet sich für Patientinnen und Patienten mit lichtbedingten Hautveränderungen wie aktinischen Keratosen oder hellem Hautkrebs im Frühstadium.
Vor der Behandlung beurteilen wir Diagnose , Ausdehnung und Lage der Hautveränderungen. So lässt sich entscheiden, welches Verfahren – allein oder in Kombination – am besten geeignet ist.
Vor der Behandlung erfolgt eine hautärztliche Untersuchung mit Sicherung der Diagnose. Dabei besprechen wir Befund, Behandlungsziel, das geeignete Verfahren, mögliche Alternativen sowie die Nachsorge.
Bei der PDT wird die Haut zunächst gereinigt und vorbereitet, ggf. mit dem fraktionierten CO₂-Laser. Nach dem Auftragen des Wirkstoffs und einer Einwirkzeit erfolgt die Bestrahlung mit einer speziellen Lichtquelle oder über einen fest definierten Zeitraum durch Tageslicht.
Die PDT wird je nach Befund meist in ein bis zwei Sitzungen durchgeführt, bei Bedarf mit Wiederholung im Verlauf.
Nach einer PDT sind vorübergehend Rötung, Schwellung, Brennen, Krustenbildung und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der behandelten Areale üblich; diese Reaktionen klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Nach einer PDT sollten die behandelten Areale für einige Tage konsequent vor Sonnenlicht geschützt werden, da die Haut vorübergehend besonders lichtempfindlich ist. Wir empfehlen einen zuverlässigen UV-Schutz sowie eine milde, reizarme Hautpflege.
Da lichtbedingte Hautveränderungen erneut auftreten können, sind regelmäßige Verlaufskontrollen und ein konsequenter Sonnenschutz langfristig wichtig. Gerne begleiten wir Sie dabei.
Photodynamische Therapie (PDT) bei aktinischen Keratosen
Aktinischen Keratosen sind durch UV-Strahlung verursachte Hautveränderungen, die als Frühform von hellem Hautkrebs gelten. Die photodynamische Therapie ist hier ein bewährtes Verfahren, um auch flächige oder mehrfach vorhandene Veränderungen gezielt zu behandeln.
Dabei wird zunächst ein lichtempfindlich machender Wirkstoff auf die betroffenen Areale aufgetragen und über eine gewisse Einwirkzeit von den geschädigten Zellen aufgenommen. Anschließend wird die Haut mit einer speziellen Lichtquelle bestrahlt. Durch die Aktivierung des Wirkstoffs werden die veränderten Zellen gezielt zerstört, während gesunde Haut weitgehend geschont wird. Ein Vorteil ist das meist gute kosmetische Ergebnis, gerade in sichtbaren Arealen wie Gesicht und Kopfhaut.
Kombination von PDT mit fraktioniertem CO₂-Laser
Um die Wirkung der PDT weiter zu verbessern, kann sie mit einem fraktionierten CO₂-Laser kombiniert werden. Der Laser setzt vor dem Auftragen des Wirkstoffs mikroskopisch feine Kanäle in die oberste Hautschicht.
Über diese Kanäle kann der lichtempfindlich machende Wirkstoff gleichmäßiger und tiefer in die Haut eindringen. Das kann die Wirksamkeit der Behandlung erhöhen und zugleich die Sicherheit verbessern, da sich die Substanz gezielter in den geschädigten Arealen anreichert. Gerade bei hartnäckigen oder ausgedehnten aktinischen Keratosen kann diese Kombination Vorteile bieten.
Gemeinsam die passende Lichttherapie finden
Nicht jede Hauterkrankung profitiert von derselben Lichttherapie. Nach einer gründlichen hautärztlichen Untersuchung beraten wir Sie individuell und wählen das Verfahren, das am besten zu Ihrem Befund und Ihren Behandlungszielen passt.

Geeignet bei
Aktinischen Keratosen und hellem Hautkrebs im Frühstadium (PDT)
Verfahren
Photodynamische Therapie (PDT), ggf. in Kombination mit fraktioniertem CO₂-Laser
Lokalisation
Meist lichtexponierte Areale wie Gesicht, Kopfhaut, Ohren, Handrücken und Dekolleté
Diagnostik
Hautärztliche Untersuchung, ggf. Auflichtmikroskopie oder Gewebeprobe zur Sicherung der Diagnose
Anzahl der Sitzungen
PDT je nach Befund meist 1–2 Sitzungen, ggf. Wiederholung
Ausfallzeit
Nach PDT meist einige Tage mit Rötung, Schwellung und Krustenbildung
Kosten
Medizinisch begründete Therapie je nach Indikation über GKV/PKV; kosmetische Zusatzleistungen ggf. Selbstzahlerleistung
