Haarausfall

Volles, gesundes Haar steht für Vitalität – umso belastender ist es, wenn das Haar sichtbar dünner wird oder ausfällt. Haarausfall kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, und genau deshalb ist es so wichtig, zuerst genau hinzuschauen.

In unserer Praxis erheben wir dafür einen Haarstatus: eine strukturierte Untersuchung von Haar und Kopfhaut, mit der sich Form und mögliche Ursachen des Haarausfalls genauer einordnen lassen. Erst auf dieser Grundlage lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Behandlung infrage kommt.

So vermeiden wir eine Behandlung ohne klare Grundlage und stimmen die nächsten Schritte gezielt auf Ihre Situation ab – ehrlich, nachvollziehbar und ohne überzogene Versprechen.

Ein gewisser täglicher Haarverlust ist völlig normal – erst wenn dauerhaft deutlich mehr Haare ausfallen, nachwachsende Haare fehlen oder sichtbar kahle Stellen entstehen, spricht man von behandlungsbedürftigem Haarausfall.

Haarausfall ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen. Deshalb steht am Anfang immer die genaue Abklärung.

Am häufigsten ist der anlagebedingte (androgenetische) Haarausfall, der typischerweise an Geheimratsecken, Scheitel oder Oberkopf beginnt. Beim diffusen Haarausfall lichtet sich das Haar dagegen gleichmäßig über den ganzen Kopf.

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) zeigt sich in klar begrenzten kahlen Stellen. Welche Form vorliegt, lässt sich meist gut anhand des Musters und des Haarstatus einordnen.

Je nach Form spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle: erbliche Veranlagung und Hormone, aber auch Stress, Nährstoffmängel (zum Beispiel Eisen), Schilddrüsenerkrankungen, Infekte, Medikamente oder Erkrankungen der Kopfhaut.

Oft wirken mehrere Faktoren zusammen. Die genaue Ursachensuche ist entscheidend, weil sich danach richtet, welche Behandlung überhaupt sinnvoll ist.

Beim Haarstatus untersuchen wir Haar und Kopfhaut strukturiert. Dazu gehören eine ausführliche Anamnese, die genaue Betrachtung des Haarausfall-Musters sowie die Beurteilung von Kopfhaut und Haarwurzeln – bei Bedarf mit Auflichtmikroskopie.

Ergänzend kann eine Blutuntersuchung sinnvoll sein, etwa um Eisen-, Schilddrüsen- oder Hormonwerte zu prüfen. Der Haarstatus hilft uns, die Form des Haarausfalls einzuordnen und eine gezielte, zu Ihnen passende Behandlung zu planen.

Die Behandlung richtet sich immer nach der festgestellten Ursache und Form. Je nach Befund kommen medizinische Wirkstoffe zur äußeren oder inneren Anwendung, spezielle Kopfhaut- und Haarwurzeltherapien sowie begleitende Maßnahmen infrage.

Wichtig ist Geduld: Haare wachsen langsam, sodass sich Erfolge meist erst nach einigen Monaten zeigen. Wir begleiten Sie über den Verlauf und passen die Behandlung bei Bedarf an. Welche Möglichkeiten für Sie infrage kommen, besprechen wir nach dem Haarstatus in Ruhe.

Eine ausgewogene Ernährung, der bewusste Umgang mit Stress und eine schonende Haarpflege können den Behandlungserfolg unterstützen. Vermeiden Sie starkes Ziehen am Haar (zum Beispiel durch enge Frisuren) und aggressive Stylingprodukte.

Beobachten Sie Veränderungen und sprechen Sie uns frühzeitig an – je eher die Ursache geklärt ist, desto besser lässt sich der Verlauf begleiten.

Haarausfall gezielt abklären lassen

Haarausfall hat viele mögliche Ursachen – deshalb steht bei uns die sorgfältige Diagnose an erster Stelle. Vereinbaren Sie einen Termin im Hautarztzentrum Hilden. Mit einem strukturierten Haarstatus klären wir die Ursache Ihres Haarausfalls und besprechen gemeinsam die für Sie passenden Behandlungsmöglichkeiten.

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Kopfhaut mit Haarausfall

Geeignet bei
Sichtbar dünner werdendem Haar, kahlen Stellen, vermehrtem Haarverlust oder zurückweichendem Haaransatz

Formen
Unter anderem anlagebedingter (androgenetischer) Haarausfall, diffuser Haarausfall und kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Ursachen
Veranlagung, Hormone, Stress, Nährstoffmangel, Schilddrüse, Medikamente oder Erkrankungen der Kopfhaut

Diagnostik
Ausführliche Anamnese, Untersuchung der Kopfhaut und ggf. ein Haarstatus zur genauen Einordnung; bei Bedarf eine Blutuntersuchung

Behandlung
Je nach Ursache: medizinische Wirkstoffe, Kopfhaut- und Haarwurzeltherapien sowie begleitende Maßnahmen

Ablauf
Zunächst genaue Diagnostik, dann ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept

Ausfallzeit
Keine; Diagnostik und die meisten Behandlungen sind ohne Ausfallzeit

Prognose
Abhängig von Ursache und Form; früh erkannt lässt sich der Verlauf oft günstig beeinflusse