Narben behandeln

Narben können sehr unterschiedlich aussehen und sich unterschiedlich anfühlen – sie erzählen oft von einer durchgestandenen Operation, Verletzung oder Entzündung. Manche sind flach und unauffällig, andere gerötet, verdickt, juckend, schmerzhaft oder eingesunken.

Für die passende Behandlung ist entscheidend, ob es sich um eine frische, aktive, hypertrophe, keloidartige oder eingesunkene Narbe handelt. Je nach Befund kommen medizinische Verfahren wie Silikonpräparate oder Kortisoninjektionen ebenso infrage wie ästhetische Verfahren, etwa Radiofrequenz-Microneedling, fraktionierte CO₂-Lasertherapie oder der Genesis V Laser bei geröteten Narben.

In unserer Praxis beraten wir individuell, welches Verfahren – oder welche Kombination – die besten Chancen auf eine sichtbare Verbesserung bietet.

Handelt es sich um Aknenarben? Mehr zu unserem spezialisierten Behandlungskonzept finden Sie auf unserer Seite zur Behandlung von Aknenarben.

Die Behandlung eignet sich für alle, die Narben nach Operationen, Verletzungen oder Entzündungen sichtbar mildern möchten – ob gerötet, verdickt, juckend oder eingesunken.

Vor der Behandlung beurteilen wir Narbentyp, Alter, Farbe, Aktivität und Hauttyp. So lässt sich einschätzen, wie gut die Haut voraussichtlich anspricht und welches Vorgehen sinnvoll ist.

Bei frischen, geröteten, juckenden oder wulstigen Narben – etwa hypertrophen Narben oder Keloiden – können konservative medizinische Verfahren helfen. Silikonpräparate (Gel oder Pflaster) können die Narbe abflachen und geschmeidiger machen. Kortisoninjektionen können bei Keloiden oder hypertrophen Narben Verhärtung, Volumen und Juckreiz reduzieren.

Bei ausgeprägten oder funktionell störenden Narben kann zudem eine operative Korrektur sinnvoll sein. Ob eine medizinische Behandlung angezeigt ist, klären wir im Rahmen der hautärztlichen Untersuchung.

Vor der Behandlung erfolgt eine hautärztliche Untersuchung und Beratung. Die Haut wird gereinigt und in der Regel mit einer Betäubungscreme vorbereitet. Anschließend wird das Areal mit individuell angepassten Einstellungen behandelt.

Nach der Behandlung ist die Haut meist gerötet, leicht geschwollen und fühlt sich warm an. Diese Reaktionen klingen je nach Intensität innerhalb einiger Tage ab.

Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen sinnvoll. Wie viele genau, hängt von Art, Tiefe und Alter der Narben sowie vom gewünschten Ergebnis ab.

Da der Aufbau von neuem Bindegewebe Zeit braucht, entwickelt sich das Ergebnis schrittweise über mehrere Wochen bis Monate. Etwas Geduld gehört also dazu.

Radiofrequenz-Microneedling bei Narben

Beim Radiofrequenz-Microneedling werden feine Nadeln in die Haut eingebracht und geben gezielt Wärmeenergie in tiefere Hautschichten ab. Dieser Reiz regt die Haut an, neues Bindegewebe (Kollagen) zu bilden.

Gerade bei eingesunkenen Narben kann das die Hautstruktur nach und nach glätten und festigen. Weil das Verfahren vor allem in der Tiefe wirkt, eignet es sich besonders gut für diese Anliegen.

Fraktionierte CO₂-Lasertherapie als Ergänzung

Bei ausgeprägteren Narben oder einer unruhigen Oberfläche kann eine fraktionierte CO₂-Lasertherapie ergänzend sinnvoll sein. Der Laser trägt die Haut an vielen winzigen Punkten kontrolliert ab und regt so die Erneuerung der Hautoberfläche an.

Während das Radiofrequenz-Microneedling vor allem in der Tiefe wirkt, setzt der CO₂-Laser stärker an der Oberfläche an. Beide Verfahren lassen sich daher gut kombinieren. Ob eine Kombination sinnvoll ist, entscheiden wir individuell nach Ihrem Hautbild.

Genesis V bei geröteten Narben

Manche Narben – etwa frische oder wulstige Narben – fallen vor allem durch ihre Rötung auf. Hier kann der Genesis V zum Einsatz kommen: ein Laserverfahren, das gezielt die feinen, erweiterten Gefäße anspricht, die für die Rötung verantwortlich sind.

Durch sanfte, in die Tiefe wirkende Wärme kann der Genesis V die Rötung beruhigen und das Narbenbild ebenmäßiger erscheinen lassen. Er lässt sich gut mit dem Radiofrequenz-Microneedling kombinieren, das die Struktur der Narbe verbessert, sodass Rötung und Struktur gemeinsam behandelt werden.

Nebenwirkungen und Nachsorge

Vorübergehend können Rötung, Schwellung, Wärmegefühl, Trockenheit oder feine Krusten auftreten; seltener sind länger anhaltende Rötungen oder Pigmentverschiebungen möglich. Deshalb behandeln wir ärztlich und mit auf Ihren Hauttyp abgestimmten Einstellungen.

Nach der Behandlung sollten Sie die Haut schonen, auf reizende Pflege, Sauna und Solarium verzichten und konsequenten Sonnenschutz verwenden. Ihre persönlichen Nachsorgehinweise geben wir Ihnen mit.

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große Narbe an der Schulter

Symptome
Rötung, Verdickung, Verhärtung, Juckreiz, Schmerzen, Spannungsgefühl oder eingesunkene Narben

Lokalisation
Nach Operationen, Verletzungen, Verbrennungen oder Entzündungen – an nahezu jeder Körperstelle, häufig Gesicht, Hals oder Dekolleté

Diagnostik
Hautärztliche Untersuchung, Einordnung von Narbentyp, Aktivität, Alter und Hauttyp

Behandlung
Je nach Befund Silikonpräparate, Kortisoninjektionen, Radiofrequenz-Microneedling, fraktionierter CO₂-Laser, Genesis V bei geröteten Narben, Peelings oder operative Korrektur

Dauer der Behandlung
Abhängig von Narbentyp und Ziel; häufig mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen bis Monate

Kosten
Medizinisch notwendige Behandlung (z. B. schmerzhafte oder funktionell störende Narben) je nach Indikation über GKV/PKV; ästhetische Narbenkorrekturen in der Regel Selbstzahlerleistung