Nagelpilz behandeln

Die Lasertherapie ist eine moderne, schonende Ergänzung der klassischen Nagelpilzbehandlung. Sie wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine rein äußerliche Behandlung nicht ausreicht, der Befall hartnäckig ist oder eine Tablettentherapie nicht gewünscht oder nicht möglich ist.

Im Hautarztzentrum Hilden setzen wir dabei zwei verschiedene Laserverfahren ein: einen photothermischen Laser, der den Nagel gezielt erwärmt und so unmittelbar auf die Pilzstrukturen einwirkt, sowie einen ablativen CO₂-Laser, der mikroskopisch feine Kanäle in die Nagelplatte setzt, damit äußerlich aufgetragene Medikamente tiefer eindringen und besser wirken können.

Beide Verfahren werden in der Regel ergänzend zur topischen und/oder systemischen Therapie eingesetzt. Welches Vorgehen für Sie sinnvoll ist, hängt von Erregertyp, Ausmaß des Befalls und Ihren persönlichen Bedürfnissen ab – wir beraten Sie individuell.

Die Laserbehandlung eignet sich für Patientinnen und Patienten mit gesichertem Nagelpilz, bei denen eine rein äußerliche Behandlung nicht ausreicht oder der Befall bereits fortgeschritten ist. Auch wenn eine Tablettentherapie nicht gewünscht wird oder – etwa aufgrund von Vorerkrankungen oder Wechselwirkungen – nicht infrage kommt, kann die Lasertherapie eine wertvolle Zusatzoption sein.

Vor der Behandlung stellen wir zunächst sicher, dass tatsächlich ein Nagelpilz vorliegt, und beurteilen ggf. Erregertyp, Anzahl der betroffenen Nägel und Ausmaß des Befalls. So lässt sich entscheiden, welches Laserverfahren – allein oder in Kombination – am besten geeignet ist.

Vor der Behandlung erfolgt eine hautärztliche Untersuchung mit Sicherung der Diagnose. Dabei besprechen wir Befund, Behandlungsziel, das geeignete Laserverfahren, mögliche Alternativen sowie die begleitende Therapie.

Der betroffene Nagel wird gereinigt und ggf. vorsichtig ausgedünnt. Anschließend wird der Nagel mit dem Laser behandelt. Die Anwendung dauert je nach Anzahl der Nägel nur wenige Minuten. Im Anschluss kann die begleitende äußerliche Therapie fortgesetzt werden.

Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen sinnvoll. Da Nägel nur langsam nachwachsen, braucht die Behandlung Geduld – ein sichtbarer Erfolg zeigt sich erst mit dem Herauswachsen des gesunden Nagels. Die genaue Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Befund und Therapieverlauf.

Die Laserbehandlung ist in der Regel gut verträglich. Vorübergehend können ein Wärmegefühl, eine leichte Rötung oder Empfindlichkeit im Behandlungsbereich auftreten. Selten sind stärkere Reaktionen möglich. Das Risiko hängt unter anderem von Befund, Geräteeinstellungen und Nachsorge ab, weshalb die Behandlung bei uns nach hautärztlicher Untersuchung und mit individuell angepassten Parametern erfolgt.

Für einen dauerhaften Erfolg ist eine konsequente Fuß- und Nagelhygiene entscheidend. Wir empfehlen, Schuhe und Strümpfe regelmäßig zu wechseln und zu desinfizieren, die Füße trocken zu halten und das Barfußlaufen in Schwimmbädern oder Saunen zu vermeiden.

Da Nagelpilz erneut auftreten kann, sind Geduld und eine konsequente Weiterbehandlung bis zum vollständigen Herauswachsen des gesunden Nagels wichtig. Gerne begleiten wir Sie mit Verlaufskontrollen.

Photothermischer Laser – gezielte Erwärmung des Nagels

Bei diesem Verfahren wird der Nagel mit dem Laser gezielt erwärmt. Die Wärme dringt bis in das darunterliegende Nagelbett vor und wirkt direkt auf die Pilzstrukturen ein, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Ziel ist es, die Vermehrung der Pilze zu hemmen und den Heilungsverlauf zu unterstützen.

Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm und kommt ohne Ausfallzeit aus. Während der Anwendung kann ein Wärme- oder leichtes Wärmestichgefühl am Nagel wahrgenommen werden. Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen sinnvoll; die genaue Anzahl richtet sich nach Befund und Therapieverlauf.

Ablativer CO₂-Laser

Der ablative, fraktionierte CO₂-Laser setzt mikroskopisch feine Kanäle in die Nagelplatte. Über diese Kanäle können äußerlich aufgetragene, antimykotische Wirkstoffe deutlich tiefer in den Nagel und das Nagelbett eindringen und dort besser wirken – ein entscheidender Vorteil, da die feste Nagelplatte sonst eine natürliche Barriere für Medikamente darstellt.

Dieses Verfahren wird daher meist in Kombination mit einer topischen Therapie eingesetzt: Der Laser bereitet den Nagel vor, das Medikament wirkt anschließend gezielter. Auch der CO₂-Laser ist in der Regel gut verträglich und schmerzarm. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt vom Befund und vom Ansprechen auf die begleitende Therapie ab.

Lassen Sie Ihren Nagelpilz fachärztlich beurteilen

Eine frühzeitige Diagnose und die passende Behandlung können entscheidend für den Therapieerfolg sein. Wir beraten Sie persönlich und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept.

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Lasertherapie bei Nagelpilz

Geeignet bei
Nagelpilz (Onychomykose), v. a. bei hartnäckigem Befall oder wenn eine Tablettentherapie nicht gewünscht oder nicht möglich ist

Lokalisation
Meist Zehennägel, seltener Fingernägel

Diagnostik
Klinische Untersuchung, Nagelprobe mit Mikroskopie, Kultur oder Labordiagnostik zur Sicherung der Diagnose

Behandlung
Photothermische Lasertherapie (gezielte Erwärmung des Nagels) und/oder ablativer fraktionierter CO₂-Laser (mikroskopische Kanäle für bessere Wirkstoffaufnahme) – meist ergänzend zur topischen und/oder systemischen Therapie

Anzahl der Sitzungen
Meist mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen; abhängig von Befund und Therapieverlauf

Ausfallzeit
In der Regel keine; die Behandlung ist meist schmerzarm

Kosten
In der Regel Selbstzahlerleistung; abhängig von Befund, Aufwand und Behandlungsplan